Wiedersehen nach drei Jahren
Das Wiedersehen
Die Trennung hat mal wehgetan.
Man hat gedacht, das hört nie auf.
Man wäre gern daran gestorben,
doch man ging nicht mal dabei drauf.
Jetzt steht man sich stumm gegenüber.
Drei Jahre sind wie nicht mehr da.
Die Zeit wuchs keinen Schwamm darüber,
und man sagt irgendein Blabla.
Man hört dasselbe Lachen wieder,
und in der Brust wiegt was drei Pfund,
und für den Streit vor hundert Jahren
weiß man auf einmal keinen Grund.
Dann im Café Minuten später
ist man sich nah wie nie gekannt.
Man streichelt den verstreuten Zucker
und träumt von einem blauen Strand.
Dann geht man Hand in Hand nach Hause
- wie leicht man das auf einmal kann
- und knipst alte Erinnerungen
wie Nachttischlampen an.
Das Herz wiegt wieder, was es darf.
Die Dunkelheit hat nichts verlernt.
Man spürt, man war in all den Jahren
nicht einen Augenblick entfernt.
Am Morgen trennt man sich.
Auf jeden warten andre Pflichten.
Und keiner kann sein altes Ich
an diesem Morgen neu belichten.
Man kennt sich wieder,
alle Fäden, an denen man schon damals hing.
Und trotzdem spürt man,
daß soeben ein alter Traum verlorenging.
[Miriam Frances]
Die Trennung hat mal wehgetan.
Man hat gedacht, das hört nie auf.
Man wäre gern daran gestorben,
doch man ging nicht mal dabei drauf.
Jetzt steht man sich stumm gegenüber.
Drei Jahre sind wie nicht mehr da.
Die Zeit wuchs keinen Schwamm darüber,
und man sagt irgendein Blabla.
Man hört dasselbe Lachen wieder,
und in der Brust wiegt was drei Pfund,
und für den Streit vor hundert Jahren
weiß man auf einmal keinen Grund.
Dann im Café Minuten später
ist man sich nah wie nie gekannt.
Man streichelt den verstreuten Zucker
und träumt von einem blauen Strand.
Dann geht man Hand in Hand nach Hause
- wie leicht man das auf einmal kann
- und knipst alte Erinnerungen
wie Nachttischlampen an.
Das Herz wiegt wieder, was es darf.
Die Dunkelheit hat nichts verlernt.
Man spürt, man war in all den Jahren
nicht einen Augenblick entfernt.
Am Morgen trennt man sich.
Auf jeden warten andre Pflichten.
Und keiner kann sein altes Ich
an diesem Morgen neu belichten.
Man kennt sich wieder,
alle Fäden, an denen man schon damals hing.
Und trotzdem spürt man,
daß soeben ein alter Traum verlorenging.
[Miriam Frances]

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