Friday, March 03, 2006

Nach den Sternen greifen

TRÄUMEN

von einem unmöglichen Traum -
ertragen, dass Abschied schmerzt -
entbrennen an einem möglichen Fieber -
aufbrechen, wohin sonst niemand aufbricht-
lieben bis zum Zerreißen -
versuchen, ohne Gewalt und ohne Panzer
nach dem unerreichbaren Stern zu greifen...
das ist mein Streben!

Dem Stern nachfolgen!
Was schert mich mein Schicksal,
was kümmert mich die Zeit,
und meine Trostlosigkeit...
Immerfort kämpfen, ohne zu fragen,
ohne zu ruhen, mich schmoren lassen
für ein letztes Liebeswort...

Ich weiß nicht, ob ich solch ein Held sein kann,
doch mein Herz wäre froh,
und die Städte würden sich verfärben,
ganz blau, weil ein Unglücklicher weiter brennt
auch wenn er alles schon verbrannt hat!
Weiterbrennt, wenn auch ganz unvollkommen,
um dorthin zu gelangen,
selbst wenn er gevierteilt wird,
um zu greifen nach dem unerreichbaren Stern.

(Jaques Brel)

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