Innerer Frieden
Wer allein ist, ist auch im Geheimnis,
immer steht er in der Bilder Flut,
ihrer Zeugung, ihrer Keimnis,
selbst die Schatten tragen ihre Glut.
Trächtig ist er jeder Schichtung
denkerisch erfüllt und aufgespart,
mächtig ist er der Vernichtung
allem Menschlichen, das nährt und paart.
Ohne Rührung sieht er wie die Erde
eine andre ward als ihm begann,
nicht mehr Stirb und nicht mehr Werde:
formstill sieht er die Vollendung an.
Gottfried Benn
(Statische Gedichte 1948)
immer steht er in der Bilder Flut,
ihrer Zeugung, ihrer Keimnis,
selbst die Schatten tragen ihre Glut.
Trächtig ist er jeder Schichtung
denkerisch erfüllt und aufgespart,
mächtig ist er der Vernichtung
allem Menschlichen, das nährt und paart.
Ohne Rührung sieht er wie die Erde
eine andre ward als ihm begann,
nicht mehr Stirb und nicht mehr Werde:
formstill sieht er die Vollendung an.
Gottfried Benn
(Statische Gedichte 1948)

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